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Raumimperium

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Spionage & Radar

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Wer nicht weiß, was beim Nachbarn steht, fliegt blind. Drei Wege verschaffen dir Durchblick: Die Anflug-Warnung zeigt gratis, was auf deine eigenen Objekte zufliegt. Spähsonden holen das vollständige Bild eines fremden Ortes. Und eine Ortungsstation meldet, welche fremden Flotten gerade in deiner Nachbarschaft unterwegs sind.

Anflug-Warnung: was auf deine Objekte zufliegt

Sie kostet nichts, braucht kein Gebäude und ist immer wachsam: Fliegt mindestens eine fremde Flotte auf deine Objekte zu, steht unter dem Inhalt jeder Seite, wie viele feindliche und wie viele friedliche es sind. Kein Kasten heißt also: nichts im Anflug. Aufgeklappt nennt jede Zeile Zielobjekt, Koordinate, Restzeit und Ankunftszeit. Als feindlich gelten Angriffsflüge, alles andere als friedlich. Deine eigenen Flüge stehen dort nicht – die findest du in der Flottenübersicht. Zu deinen Flotten

Die Warnung hält sich selbst aktuell, auch wenn du lange auf derselben Seite bleibst: Die Seite fragt im Hintergrund nach – normalerweise alle 45 Sekunden, und sobald etwas unterwegs ist, alle 10. Eine neu aufgetauchte Flotte meldet sich mit einem kurzen Ton, tief und doppelt bei feindlichem Anflug. Jede Flotte piept nur einmal, und den Ton kannst du abschalten. Zu den Einstellungen

Eine Grenze bleibt: Ein Angriff von einer Welt im selben System kann Sekunden dauern – kürzer, als jede Nachfrage sein kann. Eine ernsthafte Flotte mit Kapitalschiffen braucht dagegen Minuten, quer durchs System ebenso wie aus dem Nachbarsystem. Die siehst du kommen.

Spionage: Sonden losschicken

Auf der Karte steht bei jedem fremd besiedelten Objekt die Aktion „Spionieren (ganzer Verbund)“. Dafür brauchst du Spionagetechnik Stufe 1 – sie schaltet die Spähsonde frei. Eine Nael kostet 132 Roheisen, 72 Stahl, 24 Mikrochips, 12 Titanlegierung.

Sonden fliegen nie in einer Flotte mit: Sie starten einzeln aus der Garnison eines eigenen Objekts, das du beim Absenden auswählst, und tauchen in keiner Flottenübersicht auf. Antriebsforschung beschleunigt sie nicht. Zur Karte

Gebaut werden sie wie jedes andere Schiff in der Raumschiffswerft. Zur Auswahl stehen beim Absenden nur Objekte, in deren Garnison schon Sonden liegen – ohne gebaute Sonden kommst du also gar nicht erst ins Formular. Zur Werft

Was ein Flug kostet

Bezahlt wird in Deuterium, sofort beim Start und gleich für Hin- und Rückflug, aus dem Lager des Absender-Objekts. Eine Reichweiten-Grenze gibt es für Sonden nicht – nur das Deuterium begrenzt dich. Der Bericht kommt, sobald die Sonden am Ziel eintreffen, also nach einem Weg; kommen sie durch, brauchen sie dieselbe Zeit noch einmal für den Rückweg in ihre Garnison. Sonden fliegen mit Tempo 161.000 – ein Mehrfaches jedes Kampfschiffs; die Aufklärung ist da, bevor deine Flotte starten müsste. Steht am Ziel nichts mehr, drehen sie um und melden das.

Ausführlichkeit: deine eigene Spionagetechnik

Die Obergrenze dessen, was ein Bericht überhaupt zeigen kann, hängt allein an deiner eigenen Stufe. Ob er sie erreicht, entscheidet der Vergleich mit dem Gegner (gleich darunter):

  • Stufe 1 – schaltet die Spähsonde frei und zeigt die Ressourcen-Bestände des Ziels.
  • Stufe 2 – zusätzlich: Gebäude (Typ + Stufe) und die Flotten grob (Anzahl Verbände + Schiffe, ohne Typen).
  • Stufe 3 – zusätzlich: Garnison und Flotten detailliert (Schiffstypen, Anzahl UND ihre Formation).
  • Stufe 4 – zusätzlich: der Forschungsstand des Ziels; ab hier zählt weitere Stufe nur noch für den Technik-Vergleich (bessere Sonden-Qualität).
  • Stufe 5 und höher – keine neue Aufklärungs-Tiefe — höhere Stufen zählen nur noch für den Technik-Vergleich (bessere Sonden-Qualität gegen stärker gesicherte Ziele).

Zur Forschung

Qualität: der Technik-Vergleich

Ob eine Sonde alles sieht, wird gewürfelt – aus dem Vergleich deiner Spionagetechnik mit der des Ziel-Besitzers. Das ist die bewusste Zufalls-Ausnahme der Aufklärung; der Kampf selbst bleibt berechenbar.

Ein Abschlag heißt: Der Bericht liest sich, als hättest du so viele Stufen weniger geforscht. Mit Spionagetechnik 4 und einem Abschlag von zwei Stufen bekommst du also einen Bericht der Ausführlichkeit 2 von 4. Bei 0 nennt er nur noch Ort und Besitzer.

Wurf-Verteilung je Technik-Vergleich: voller Bericht, dünnerer Bericht und Abschuss.
Technik-Vergleich Voller Bericht (%) Dünnerer Bericht (%) Schwarm entdeckt, eine Sonde (%) Dünner um bis zu (Stufen)
3 Stufe(n) Vorsprung oder mehr 95 4 1 1
2 Stufe(n) Vorsprung 90 7 3 1
1 Stufe(n) Vorsprung 80 14 6 1
Gleichstand 60 25 15 1
1 Stufe(n) Rückstand 15 50 35 2
2 Stufe(n) Rückstand 5 45 50 3
3 Stufe(n) Rückstand 2 38 60 4
4 Stufe(n) Rückstand oder mehr 0 30 70 4

Mehr geht in diesen Wurf nicht ein: Wie viele Schiffe oder Geschütze am Ziel stehen, ändert nichts. NPC-Welten haben gar keine Spionagetechnik – gegen sie liegst du praktisch immer vorn. NPC-Welten

Mehrere Sonden auf einmal

Das ist ein Handel: Kommt der Schwarm durch, würfelt jede Sonde für sich, und der beste Wurf bestimmt deinen Bericht. Mehr Sonden heben also die Chance auf die volle Sicht. Dafür fällt ein größerer Pulk eher auf – das Entdeckungs-Risiko steigt mit jeder zusätzlichen Sonde.

Und die Entdeckung ist alles oder nichts: Wird der Schwarm bemerkt, ist er komplett verloren – jede einzelne Sonde – und du bekommst keinen Bericht, nur die Meldung, dass alle abgeschossen wurden. Es gibt keinen Teilverlust, bei dem der Rest noch etwas sieht.

Entdeckungs-Risiko je Schwarmgröße bei gleicher Spionagetechnik auf beiden Seiten.
Sonden im Schwarm Entdeckungs-Risiko bei Gleichstand
1 1.500,0 %
3 2.035,0 %
5 2.536,3 %
10 3.655,9 %
30 6.688,3 %

Drei bis fünf Sonden sind der übliche Handel; wer technisch weit vorn liegt, darf mehr riskieren als jemand, der gleichauf oder im Rückstand ist. Hunderte loszuschicken ist ein teurer Totalverlust mit Ansage.

Merkt das Ziel etwas?

Nur, wenn der Schwarm entdeckt wird. Dann bekommt der Verteidiger eine Nachricht mit deinem Spielernamen, dem Ort und der Zahl der abgeschossenen Sonden, und deren Trümmer bleiben am Ziel liegen. Kommen sie durch, bemerkt niemand etwas: Der Anflug selbst ist unsichtbar, Sonden stehen in keiner Anflug-Warnung. NPCs bekommen nie eine Meldung.

Was im Bericht steht

Ein Flug erfasst den ganzen Verbund, also den Planeten samt allen Monden. Der Bericht nennt den Besitzer beim Namen, listet je Objekt die Rohstoffe zum Zeitpunkt der Ankunft und – je nach Stufe – Gebäude, Garnison und alle Flotten, die dort stehen; auch die dritter Spieler und deine eigenen. In der Garnison stehen dabei auch die Verteidigungsanlagen des Objekts – vor einem Angriff die wichtigste Zeile des Berichts, denn Stellungen fliegen nirgends hin und sind im Gefecht immer da. Vom gegnerischen Kommandanten stehen die Kampfboni drin, nicht sein Name. Der Bericht landet als Nachricht im Posteingang unter „Spionageberichte“, seine Ausführlichkeit steht im Titel. Zum Posteingang

Zeigt ein Bericht die Schiffe im Detail, steht darunter ein Link in den Kampfsimulator: Er lädt den ausspionierten Gegner als Verteidiger – die Flotten mit Formation und Kommandant und die Garnison des Objekts samt Verteidigungsanlagen, genau so, wie sie zum Zeitpunkt der Spionage dastanden. Zum Kampfsimulator

Unter jedem fremden Objekt im Bericht – Planet wie Mond – steht außerdem ein Angriffs-Link. Er führt mit vorbefülltem Ziel zu deinen Flotten, sodass du genau das Objekt anfliegen kannst, dessen Zahlen darüber stehen, statt die Koordinaten abzuschreiben.

Flotten-Radar: die Ortungsstation

Für den Blick über das eigene Grundstück hinaus brauchst du eine Ortungsstation. Sie steht im Orbit eines eigenen Mondes, nur einmal je Mond, und setzt Spionagetechnik Stufe 2 voraus. Sie belegt 2 Orbitalfelder, braucht 40 Energie je Stufe und ist in 00:05:00 gebaut.

Stufe 1 kostet 6.400 Roheisen, 3.100 Stahl, 520 Titanlegierung, 900 Mikrochips, 260 Gold; jede weitere Stufe kostet deutlich mehr, die Bauzeit bleibt gleich. Schaltest du die Station von Hand ab, verschwindet sie aus der Liste und scannt nicht mehr; Energiemangel schaltet sie dagegen nicht ab, er drosselt nur die Produktion am Standort. Zum Radar

Reichweite und Preis eines Scans

Die Ausbaustufe ist die Reichweite, wählen kannst du nichts: Stufe 1 erfasst nur das eigene System, Stufe 2 zusätzlich die vier angrenzenden, Stufe 3 auch die vier diagonalen. Weiter reicht keine Station. Ein Scan kostet Diamant je erfasstem System, bezahlt aus dem Lager des Mondes, auf dem die Station steht – abgebucht wird vor der Ortung, auch wenn nichts gefunden wird.

Reichweite und Scan-Preis je Ausbaustufe, für eine Station mitten in der Galaxie.
Ausbaustufe Erfasste Systeme Preis je Scan (Diamant)
Stufe 1 1 10.000
Stufe 2 5 50.000
Stufe 3 9 90.000

Am Galaxierand fällt der Bereich kleiner aus: In einer Ecke erfasst die höchste Stufe nur 4 statt 9 Systeme – und kostet entsprechend weniger. Über die Galaxiegrenze schaut keine Antenne.

Was ein Scan meldet

Geortet wird jede Flotte, die im Sichtbereich aufbricht, dort ankommt oder gerade vorbeizieht. Der Scan würfelt nicht: Was er verspricht, liefert er. Wie genau die Meldung über eine fremde Flotte ausfällt, entscheidet deine Spionagetechnik im Vergleich zu der des jeweiligen Flottenbesitzers – und zwar für jede Flotte einzeln. Im selben Scan kann darum eine Flotte voll aufgelöst dastehen und die nächste nur als Bewegung:

  • 2 Stufe(n) Vorsprung oder mehr – dazu: welche Schiffstypen – und wann die Flotte ankommt
  • 1 Stufe(n) Vorsprung – dazu: wie viele Schiffe unterwegs sind
  • Gleichstand – dazu: von welchem System nach welchem – und wem die Flotte gehört
  • 1 Stufe(n) Rückstand oder mehr – nur: da bewegt sich etwas

Auch deine eigenen Flotten stehen im Ergebnis – immer vollständig, mit Flottennamen, ohne Technikvergleich: Die eigene Flotte muss man nicht erst aufklären. Sie stehen hinter den fremden, und die Meldung über dem Ergebnis zählt beide Gruppen getrennt.

Wie schnell die Daten veralten

Beides sind Momentaufnahmen. Der Spionagebericht friert den Zustand zur Ankunft der Sonden ein und bleibt danach unverändert im Posteingang stehen, bis du ihn löschst – die Zahlen darin altern still. Auch der Datensatz für den Kampfsimulator ist eingefroren: Was der Gegner seither gebaut oder verschoben hat, steht nicht drin. Das Radar-Ergebnis ist noch flüchtiger, es steht einmal auf der Radarseite und ist beim nächsten Seitenwechsel weg. Wer aktuelle Zahlen braucht, schickt neue Sonden oder scannt erneut.

Was Sonden und Radar nicht können

  • Der Radar sieht nur Flotten mit einem offenen Flug – nie Gebäude, Rohstoffe oder Garnisonen. Dazu zählen auch Flotten, die am Ziel arbeiten statt zu fliegen: Wer im Gürtel schürft, einen Kometen abbaut oder Trümmer sammelt, steht bis zum Ende dieser Uhr im Scan. Was auf einem Planeten steht, verrät nur eine Sonde.
  • Spähsonden erscheinen in keinem Scan – weder fremde noch eigene.
  • Ganz unsichtbar wird eine fremde Flotte im Sichtbereich nie – schlimmstenfalls bleibt es bei „da bewegt sich etwas“.
  • Abwehr gibt es nicht: Schiffe und Geschütze am Ziel halten keine Sonde auf, allein die Spionagetechnik entscheidet.
  • Weder Bericht noch Scan aktualisieren sich von selbst – ein Dauer-Abo auf ein fremdes System gibt es nicht.

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